Am 24.02.2026 trafen sich die Lohmarer Liberalen zu ihrem diesjährigen ordentlichen Parteitag im Restaurant “Alt Lohmar”.
Bei den Vorstandwahlen wurde Stephan Poser aus Lohmar-Wahlscheid zum Vorsitzenden gewählt. Er löst damit Norbert Kicinski ab, der aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz kandidierte und als Mitglied des Stadtrates gemäß Satzung weiterhin dem Vorstand angehört. Zu seinem Stellvertreter wählten die Mitglieder erneut Jan Clever und Abid Sediq. Markus Hohaus wurde im des Amt des Schatzmeisters bestätigt gewählt. Neuer Schriftführer ist Pascal Dau. Er löst Bernhard Riegler ab, der aus Altersgründen nur noch für die Position des Beisitzers kandidierte bestätigt. Als weitere Beisitzer ergänzen David Roesner und Julian Vogt den Vorstand.
Mit der Wahl jüngerer Mitglieder in den Vorstand haben die Liberalen den Generationenwechsel, den sie bei der letzten Vorstandswahl begonnen haben, fortgesetzt.
Der bisherige Vorsitzende Norbert Kicinski begrüßte zu Beginn seines Rechenschaftsberichtes die Mitglieder und ganz besonders die Ehrenvorsitzende Anneliese Krüger zum diesjährigen Ortsparteitag der FDP Lohmar.
Dann informierte er den Parteitag darüber, dass er für eine Wiederwahl des Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stehe. Insgesamt sechs Jahre, seit 2018, habe er mit Unterbrechungen dieses Amt inne innegehabt. Nun sei es, der Zeit dieses Amt in andere treusorgende Hände zu geben.
Das Jahr 2025 sei für die Lohmarer FDP ein außergewöhnliches aber jedoch auch ein sehr arbeitsreiches Jahr gewesen, unter anderem schon allein wegen der Bundestagswahl im Februar 2025 und der Kommunalwahl im September 2025.
Der Vorstand habe teamorientiert und vertrauensvoll zusammen gearbeitet. Dafür danke er seinen Vorstandskollegen recht herzlich. Vorstandssitzungen hätten im vergangenen Jahr des Öfteren nach, oder kurz vor einer Fraktionssitzung stattgefunden.
Die FDP habe im vergangenen Jahr Mitglieder verloren, aber auch neue gewonnen. Der Ortsverband verfüge derzeit über 34 Mitglieder.
2025 sei zweifellos verrückt und herausfordernd gewesen. Es habe aber auch klargemacht, dass vieles, was wir für selbstverständlich hielten, nun wertgeschätzt werden sollte.
Einen traditionellen Neujahrsempfang in der Villa Friedlinde habe die FDP 2025 vergebens gesucht, doch im September durfte die FDP Wolfgang Kubicki in Lohmar begrüßen, der die Jabachhalle füllte. Gemeinsam mit Wolfgang Bosbach führte er einen Dialog „Wenn Erfahrung auf Erwartung trifft“ mit den JuLis des Kreisverbandes, passend zum Wahlkampffinale.
Der ordentliche Ortsparteitag am 13. April 2025 sei von kontinuierlichen Fortschritten geprägt gewesen. Vorstandsneuwahlen hätten nicht angestanden. Jedoch konnten die FDP jüngere Mitglieder für die Mitarbeit im Ortsverband und in der Fraktion gewinnen, was den Generationenwechsel in unserer Partei vorantreibt. Markus Hohaus wurde 2025 als neues Ratsmitglied vereidigt.
Dem Beginn der heißen Wahlkampfphase Ende August habe die FDP Lohmar mit farbenfrohen Themen- und Personenplakaten sowie Flyern entgegen gesehen
Der FDP Ortsverband Lohmar sei fest entschlossen gewesen, sich von den politischen Mitbewerbern abzuheben. Dennoch sicherten die Bürgerinnen und Bürger von Lohmar der FDP am 14. September lediglich 2,8 % der Stimmen, was nur ein Mandat im Rat der Stadt Lohmar bedeutete.
ER sei nach Rücksprache mit dem Vorstand in die Stadtfraktion der CDU mit FDP-Mandat eingetreten, wodurch die FDP seit dem 1. November 2025 mit fünf sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern im Rat und den Ausschüssen Lohmars weiterhin vertreten bleibt.
Aktuelle Informationen zu den kommunalen politischen Themen sowie zur Arbeit des Vorstandes und der Fraktion können man auf der Internetseite und in den sozialen Medien (Facebook und Instagram) finden. Da die FDP den Fraktionsstatus verloren habe, sei es ihr leider nicht nicht mehr möglich, Artikel in der Presse, insbesondere im Lohmarer Stadtecho, zu veröffentlichen.
Am Ende seiner Rede richtet er ein paar persönliche Worte an den Ortsparteitag.
Diese Entscheidung nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren sei ihm alles andere als leichtgefallen. Sie habe persönliche Gründe.
Zum einen seien es gesundheitliche Aspekte, die ihn zu diesem Schritt bewegen. Zum anderen – und das wiege ebenso schwer – sei es der Verlust seines Ehemanns im Juli 2021. Von einem Tag auf den anderen habe ihm nicht nur ein Lebenspartner gefehlt, sondern auch ein täglicher Gesprächspartner, eine vertraute Stütze, ein kluger Ratgeber. Gerade in ortspolitischen Angelegenheiten sei sein Rat für ihn von unschätzbarem Wert gewesen.
Im Sinne unseres Ortsverbandes, im Sinne einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Arbeit, habe er daher den Entschluss gefasst, dieses wichtige Amt in andere Hände zu übergeben. Er sei überzeugt, dass neue Kraft, neue Impulse und vielleicht auch neue Perspektiven unserem Ortsverband guttun werden.
Zum Schluss dankte er allen für das Vertrauen, das ihm in meiner Amtszeit entgegengebracht worden sei. Es sei ihm eine große Ehre gewesen, diesen Ortsverband vertreten zu dürfen. Er werde unserem Ortsverband selbstverständlich weiterhin verbunden bleiben und ihn – wo immer möglich – unterstützen. Besonders dankte er sich bei Markus Hohaus der ihn in den gesamten Jahren als Schatzmeister zur Verfügung stand und unsere Ortsverbands als auch Fraktionskasse kritisch in den Augen gehabt habe.


