FDP Lohmar

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Vorstandsarbeit

Ordentlicher Ortsparteitag 2018 – Vorschlag des Vorstandes zur Wahl von Frau Anneliese Krüger zur Ehrenvorsitzenden

FDP-Ortsverband Lohmar
Ordentlicher Ortsparteitag am Dienstag, den 20. März 2018 im Restaurant “Zum Jabachtal”, Geber 3, 53797
TOP 3): Wahl von Frau Krüger zur Ehrenvorsitzenden

Gemäß § 7 Abs. 6 der Satzung des Ortsverbandes Lohmar kann der Ortsparteitag auf Vorschlag des Ortsvorstandes Ehrenvorsitzende wählen.
Gestützt auf diese Grundlage schlägt der Vorstand dem Ortsparteitag vor, Frau Anneliese Krüger zur Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes zu wählen. Der Beschluss wurde vom Vorstand auf seiner Sitzung am 18.02.2018 einstimmig gefasst. Mit der Wahl sollen die besonderen Verdienste um die FDP, die sich Frau Krüger erworben hat, gewürdigt werden.
Begründung:
I. Daten
Frau Krüger wurde am 13.03.1934 in Renken/Ostpreußen geboren. Sie ist seit dem 1. Mai 1971 Mitglied der FDP. Seit 1973 wohnt Frau Krüger in Lohmar.
Frau Krüger war über viele Jahre hinweg an herausragender Stelle für die FDP tätig. Zusammen mit ihrem 2013 verstorbenen Mann Peter Krüger bildete sie das Gesicht des Ortsverbandes. In Gesprächen mit Bürgern an den Wahlständen wird immer wieder deutlich, dass Frau Krüger nach ihrem Rückzug aus der aktiven Politik eine große Lücke hinterlassen hat.
Frau Krüger war über 10 Jahre von 1989 bis 1999 Vorsitzende des Ortsverbandes
Von 1989 bis 2007 vertrat Frau Krüger zudem die FDP im Rat der Stadt Lohmar:

  • von 1989 – 1994 als Ratsmitglied zusammen mit Dirk Denkel und Ulrich Schroeder,
  • von 1994 – 1999 war die FDP nicht im Rat vertreten, sie war an der 5-Prozentklausel gescheitert, Frau Krüger hatte aber die Lohmarer Politik verfolgt und in den Vorstandssitzungen darüber berichtet,
  • von 1999 – 2004 als Einzelkämpferin im Rat und im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss, die 5 Prozentklausel war abgeschafft und die FDP hatte mit 3,19 % einen Sitz im Rat errungen,
  • von 2004 – 2007 als Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzende zusammen mit Bernhard Riegler.
    Auch auf Kreisebene war Frau Krüger von 1999 bis 2014 in den unterschiedlichsten Politikbereichen aktiv:
  • zunächst im Arbeitskreis Rettungsdienst und im Ausschuss für Angelegenheiten von Menschen mit Behinderungen
  • besonders am Herzen lag ihr Bildung der Kinder und Jugendlichen und dabei insbesondere die Förderschulen und die Berufkollegs.
  • über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus war sie für Lohmar im Interkommunalen Arbeitskreis Wahner Heide e.V. tätig.

II. Wirken
Frau Krüger hatte einen schweren Start als Vorsitzende des Ortsverbandes. Bei der Vorstandswahl 1989 kandidierte sie gegen Kaus Siebertz und gewann. Mit ihrer Wahl zur Vorsitzenden traten Klaus Siebertz, Erhard Fischer, Helmut Otto und Benno Reich aus der FDP aus und gründeten die UWG.
Frau Krüger beendete die Fixierung der FDP auf Lohmar. So engagierte sich die FDP unter dem Vorsitz von Frau Krüger nach der Wiedervereinigung stark in der Partnerstadt Eppendorf. Sie sammelte z.B. Bücher und Spielzeug. Auch in den Jugoslawienkriegen sammelte die FDP Kleider und Medikamente.
Frau Krüger begründete das Fischessen an Aschermittwoch. Ein gesellschaftliches Ereignis, das immer gut besucht war und in den letzten Jahren durch den Neujahrsempfang abgelöst wurde.
Frau Krüger hatte stets ein offenes Ohr für die Probleme und “Wehwechen” der Lohmarer Bürgerinnen und Bürger. Bürgerinnen und Bürger, die sich an sie wandten konnten sicher sein, dass ihr Anliegen engagiert und kompetent an die zuständigen Stellen der Stadt herangetragen und wenn möglich abgeholfen wurde.
Frau Krüger war streitbar. Unbeirrt verfolgte sie ihre politische Ziele gegen alle politischen Widerstände, die in Lohmar besonders heftig sein können.
Ohne Frau Krüger gäbe es heute in Lohmar kein Gymnasium. Zusammen mit ihren Ratskollegen Denkel und Schröder sorgte sie für die dafür notwendige Mehrheit. Die seiner Zeit regierende schwarz-rote Koalition war in dieser Frage zerstritten.
Frau Krüger setzte sich für die Umwelt ein und zwar zu Zeiten als es in Lohmar noch gar keine “Grünen” gab. Die FDP mietete Glascontainer an und ließ das gesammelte Glas abfahren. Der Erlös wurde gespendet. Man kann sagen Frau Krüger war die erste “Grüne” von Lohmar.
Als einfaches Ratsmitglied und insbesondere als Fraktionsvorsitzende begleitete sie das Haushaltsgebaren der schwarz-grünen Ratskoalition kritisch:

  • sie erkannte bereits 2000 die sich immer weiter öffnende die Schuldenfalle mit den Folgen Rücklagenrückgang, Rücklagenauflösung, Erhöhung der Grundsteuer B,
  • kritisierte deshalb die Politik des losen Geldes,
  • forderte ein Umdenken in der städtischen Finanzpolitik und eine kritische Betrachtung dessen, was die originären Aufgaben der Stadt für die Bürger sind und welche städtischen Leistungen die Bürger erwarten können,
  • und machte Vorschläge zur Steigerung der Effizienz.

Auf Kreisebene bildete sie zusammen mit Frau Renate Frohnhöfer im Schulausschuss ein unschlagbares Duo, das die Schulpolitik des Kreises wesentlich prägte.
III. Würdigung
Frau Krüger hat sich um den Ortsverband Lohmar in besonderer Weise verdient gemacht. Der Vorstand schlägt daher vor, diese Verdienste mit der Ernennung von Frau Anneliese Krüger zur Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes Lohmar zu würdigen.

Rechenschaftsbricht des Vorstandes 2016/17
FDP-Ortsverband Lohmar Ordentlicher Ortsparteitag am Dienstag, den 04. April 2017 im Jägerhof, 53797 Lohmar, Hauptstraße 35a TOP 3a): Bericht des Ortsverbandsvorsitzenden Berichtszeitraum 5.4.2016 bis

1. Vorstandswahlen
Im Berichtszeitraum war für die Lohmarer Liberalen das erste wichtige Ereignis der ordentliche Ortsparteitag am 5.4.2016, auf dem turnusgemäß die Neuwahlen des Vorstands anstanden. Zum neuen Vorsitzenden haben Sie mich gewählt. Über das mir damit entgegen gebrachte Vertrauen habe ich mich sehr gefreut. David Roesner kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz. Er übernahm zusammen mit Wolfgang Eberz den stellvertretenden Vorsitz. Als Schatzmeister löste Markus Hohaus aus Wahlscheid Veit Hölzel ab, der an die Universität Münster wechselte und daher nicht mehr kandidierte. Das Amt des Schriftführers übe ich weiterhin aus. Der Vorstand wurde durch unsere Parteifreunde Wilmut Falkenberg-Kicinski, Martin Herges, Norbert Kicinski und Waldemar Kupinski als Beisitzer vervollständigt.

2. Politische Arbeit
Der Vorstand arbeitet teamorientiert und vertrauensvoll zusammen. Dafür möchte ich meinen Vorstandskollegen sehr danken.
Von der politischen Arbeit des Vorstandes möchte ich 2 Punkte hervorheben. Einmal haben wir die geplante Schließung des Werkes der Sulzer GmbH in Scheiderhöhe kritisch begleitet. So habe ich auf dem Neujahrsempfang die Geschäftsführung aufgefordert , die mit dem Betriebsrat getroffene Vereinbarung einzuhalten. Auch gehörte ich zu den Erstunterzeichnern des Lohmarer Aufrufs, in dem ebenfalls die Einhaltung geschlossener Verträge eingefordert wurde. Wolfgang Eberz und ich habe an der karnevalistischen Sitzung der Belegschaft teilgenommen. Zuletzt habe ich die Podiumsdiskussion auf dem Vorplatz der Betriebes besucht. Bei dieser Gelegenheit habe ich dem Vorsitzenden des Betriebsrates Hassenforder sein Engelchen, das durch einen glücklichen Zufall in den Besitz der FDP gelangte, zurückgegeben. Es hat ihm bei den Verhandlungen 2011 viel Glück gebracht. Diese Geste wurde von den Betriebsangehörigem mit Beifall aufgenommen. In der Sache selbst wird sich nichts bewegen, solange die Eigentümer nicht bereit sind in Verhandlungen einzutreten. Die neue Geschäftsführung ist kein Verhandlungspartner, da sie lediglich den Willen der Eigentümer vollstrecken.
Bei der geplanten Neubebauung in Donrath zeichnet sich Unmut bei den Bürgern ab, wenn die wohl von Schwarz/Grün favorisierte Alternative der dichteren Bebauung zum Zuge kommen sollte. Es soll sogar schon Pläne für die Gründung einer Bürgerinitiative geben. Wir werden die Angelegenheit kritisch begleiten und ich denke wird sollten den Willen der Bürger unterstützen.

3. Veranstaltungen
Nachdem unser für den 20.August geplantes Sommerfest aus organisatorischen Gründen ausfallen musste, haben wir eine Woche später spontan ein Sommerfest im Garten unseres Pateifreundes Wolfgang improvisiert. Alle erreichbaren Mitglieder, Nachbarn und Politiker anderer Parteien wurden eingeladen. Wer es einrichten konnte, folgte der Einladung. So feierten wir bei strahlendem Sonnenschein, leckeren Bratwürsten und kühlem Bier sowie Wasser und guten Gesprächen ein rundum gelungenes liberales Sommerfest bis in den Abend hinein.
Am 29. Januar haben wir unseren Neujahrsempfang abgehalten. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Sie fand sehr regen Zuspruch auch bei den anderen Parteien. Wegen des sehr früh gelegenen Aschermittwochs haben wir auf das Fischessen verzichtet, da wir sonst zwei Veranstaltungen innerhalb von vier Wochen gehabt hätten, das wäre wohl doch etwa zu viel gewesen.

4. Ehrungen und Mitgliederbewegungen
Auf dem Kreisparteitag am 26. Oktober wurde unser Parteifreund Karl Menzel für 40 Jahre Mitgliedschaft in der FDP geehrt. Ich denke, ich darf auch in Ihrem Namen herzlich zu dieser „Leistung“ gratulieren.
Wir konnten zwei neue Mitglieder gewinnen haben aber leider auch zwei Mitglieder verloren.

5. Vorstandssitzungen und Pressearbeit
Vorstandssitzungen fanden in der Regel zum Beginn eines Monats statt. Aktuelle Meldungen und die Pressemitteilungen können unter den Rubriken „Aktuelles“ und „Pressemitteilungen“ der Internetseite eingesehen werden. Zudem werden die Pressemitteilungen im Stadtecho zusätzlich den Mitgliedern per Mail zugesandt.

6. Ausblick
2016 ist der FDP die Länderwende gelungen. Nach großartigen Wahlkämpfen hat die FDP die parlamentarische Basis verbeitern können. Überall gab es Stimmenzugewinne, wenn es auch leider in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern und zuletzt im Saarland nicht zum Überspringen der 5-Prozentklausel reichte.
Aam 7.5.2017 wählt Schleswig-Holstein und am 14.5.2017 Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. Diese Wahl hat eine doppelt Bedeutung: Es geht um eine Richtungsentscheidung für das Land und zugleich ist sie eine Art Vorwahl die gesamte Republik. Der Politikwechsel in NRW braucht beides: Eine andere Landesregierung und eine andere Politik im Bund. Die Landtagswahl wird aber auch für die Partei insgesamt von entscheidender Bedeutung sein. Denn von ihr wird das Signal ausgehen, dass die Freien Demokraten zurück auf der Bundesbühne sind und der Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag gelingen wird.

Mit Heinrich Euteneuer aus Eitorf und Ralph Lorenz aus Windeck treten zwei engagierte und kompetente Parteifreunde für Lohmar als Kandidaten für die Lands- bzw. Bundestagswahl an. Wir werden für gute Wahlergebnisse durch Plakatieren und Stände kämpfen. Es würde mich freuen, wenn das eine oder andere Mitglied sich an den Ständen beteiligen könnte, damit nicht die ganze Last auf dem Vorstand liegt. Als besonderes Highlight zur Bundestagswahl werden wir am 23.9.2017, also am Tag vor der Bundestagswahl, in der Villa Friedlinde den Wahlkampf zur Bundestagswahl abschließen.

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