FDP Lohmar

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Der 20.06.2013 wird vielen Bürgern der Stadt noch in Erinnerung sein. An diesem Donnerstag kam es im gesamten Rhein-Sieg-Kreis zu einem sogenannten 500 jährigen Hochwasserereignis (HQ 500). Zahlreiche Bäche gingen über die Ufer und setzten hunderte von Kellern unter Wasser. Am schlimmsten traf es in Lohmar das ehemalige RSB-Gebiet. Der Jabach trat über die Ufer, im Bereich der Hauptstraße floss das Wasser ungehindert an der B484 Richtung “Zur Jabachbrücke” , von hieraus verteilte sich das Wasser im halben RSB-Gebiet und richtete massiven Schaden bei zahlreichen Mitbürgern an. Am schlimmsten betroffen waren z.B. die Straßenzüge “Zur Jabachbrücke”, “Am Kop”, “An den Steinen” , “Im Pesch” hier stand das Wasser bis fast unter die Decke im Keller. Aber auch im weiterem Bachverlauf trat der Jabach über die Ufer, hier standen nicht nur die Straßenzüge “In den Pannenwiesen”, ” In den Wolfseichen”, “Borksarken”, “Im großen Deich” unter Wasser. Seit 2008 ist die Stadt Lohmar bemüht Hochwasserschutzmaßnahmen zu verbessern – gebetsmühlenartig hört man, die vorgeschriebenen Maßnahmen seien ausreichend – wie man in 2008 und 2013 aber unschwer feststellen konnte, sind sie es nur auf dem Papier. Nach den Aufräumarbeiten wurde über Nacht das komplette Jabachufer von Bäumen und Sträuchern befreit – Rücksicht auf Anwohner oder gar der Hinweis auf die Arbeiten blieben seitens des Aggerverbandes und der Stadt Lohmar aus. Im Überschwemmungsbereich des Baches durften Anwohner noch nicht mal einen Sichtschutz errichten – so streng waren plötzlich die Auflagen. Danach passierte bis auf die Entfernung von drei Baumstumpen im Februar 2014 erst einmal gar nichts! Ohne Sinn und Verstand wurde Ende März wieder mit der Bepflanzung neuer Bäume entlang des Bachbettes begonnen. Dabei muss „Wasser fließen“! – will heißen: der Aggerverband hätte ohne weiteres das Bachbett auskoffern und verbreitern können, um den Durchfluss bei einem Starkregenereignis zu verbessern. Die Hänge des Baches sind an vielen Stellen abgerutscht und haben so Engstellen geschaffen, an denen sich Wasser aufstaut und über die Ufer steigt.

Auf die Nachfrage unseres Sachkundigen Bürgers Herrn Wolfgang Eberz im Bauauschuss, ob das Bachbett noch profiliert / entwickelt würde, wurde ruppig geantwortet. Danach war zu lesen, wir forderten auch noch das “Gestrüpp” zu entfernen – so ein Unfug! Wir empfahlen hingegen dringend den Verlauf des Jabachs an den Querschnitt der Brücken und Durchlässe („Restprofilierung“) anzupassen. Warum werden diese verhältnismäßig einfachen und für die Stadt Lohmar preiswerten (die Kosten trägt der Aggerverband – der sich vor diesen Kosten mglw. scheut) Maßnahmen nicht umgesetzt? Apropos schneller Abfließen – Bypasslösung der GRÜNEN: Vor Wahlen wird bekanntlich gelogen, dass sich die Balken biegen. Was früher auf recyceltem Papier noch annähernd stimmte, wird jetzt oft auf Hochglanzpapier zur Karikatur! Aber Sie als Bürger fallen darauf sicher nicht rein, oder? Es freut uns natürlich, dass die GRÜNEN, die sich vehement für eine Bypasslösung beim Jabach einsetzten, nun unserem Vorschlag folgen und vorgeben die Welt und Lohmar zu retten? Waren es nicht wir Liberalen, die in Anträgen, Wort und Schrift und unterstützt vom öffentlichen Druck dies erst möglich machten? Designer kennen sich bekanntlich mit dem Verkauf von Illusionen aus. Herr Selbach, dürfen Ihre Aussage, dass sich die GRÜNEN schon immer für ein Regenrückhaltebecken am Jabach eingesetzt hätten, unter diesem Aspekt verstanden werden? Wir Liberalen sehen es pragmatisch, Hauptsache: „Kein Wasser in Kellern“ – und die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen so früh, wie möglich, denn nach einem Hochwasser ist vor einem Hochwasser. Hoffentlich kann das nächste Starkregenereignis bis zum neuen Doppelhaushalt 2015-2016 warten. Lesen Sie weiter unter www.fdp-lohmar.de

Nachtrag: Durch unsere hartnäckig und immer wieder vorgetragene Forderung nach einem Regenrückhaltebecken für den Jabach (im Gegensatz zum Grünen Bypass und der Variante, die Kreuzung vor der RSB-Siedlung umzugestalten) war ein Gutachten erforderlich geworden.
In der Bauausschusssitzung am 07.04.2014 berichtete Herr Hildebrand von den Grünen, dass der Verwaltung endlich die Ergebnisse vorliegen, diese wurden dem Bauausschuss jedoch trotz Nachfragen der FDP und den folgenden Diskussionen über die Bachbettprofilierung nicht einmal tendenziell mitgeteilt.
Die Mitteilung zum Ergebnis der Gutachten wurde zur ersten Sitzung nach den Sommerferien (nach der Wahl) angekündigt.
Weder die CDU noch die SPD, die ebenfalls in der Verwaltung vertreten sind und ebenfalls über nicht öffentlich zugänglich gemachte Informationen verfügen, aber im Gegensatz zu den Grünen Papageien als seriöse Parteien angesehen werden dürfen, schmücken sich mit den gelben und blauen Federn der Lohmarer FDP.
Die Stärken der Grünen sind wohl eher nicht die Transparenz und die Bürgernähe, die Sie mit Recht von einer Liberalen Partei erwarten dürfen, sondern der Machtgewinn und die Machterhaltung um jeden Preis.

FDP Lohmar