FDP Lohmar

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Die Seniorenvertretung hat der FDP-Kreisvorsitzenden und pflegepolitischen Sprecherin der FDP Bundestagsfraktion Nicole Westig ihre Stellungnahme zum Entwurf der Pflegeplanung 2019 des Rhein-Sieg-Kreises übergesandt.

Die Seniorenvertretung hält fest, dass sich die im letzten Jahrzehnt aufgezeigten Faktoren nicht wesentlich verändert, ja sogar verstärkt haben:

  • der Anteil der Älteren an der Gesamtgesellschaft steigt,

  • immer mehr Menschen werden 80, 90 ja sogar 100 Jahren alt.

Dem wachsenden Bedarf an Unterstützungsleistungen folgt das Angebot an Dienstleistungen nicht.

Ca. 2.000 Pflegefach- und Pflegehilfskräfte werden zusätzlich benötigt. Auch die Kapazitäten der ambulanten Dienste müssten längerfristig fast verdoppelt werden, Die derzeit in Ausbildung befindlichen 360 Personen reichen nicht aus.

Die Entwicklung der Lohmarer Bevölkerung entspricht in etwa der des gesamten Kreises. Die in Lohmar angezeigten 252 Pflegeplätze reichen schon heute nicht aus.

Der Pflegeplan geht für Lohmar im Jahr 2040 von 540 benötigten Pflegeplätzen aus. Die Zahl der ambulant zu versorgenden Pflegebedürftigen dürfte sich verdreifachen.

Da die medizinische Versorgung im haus- und fachärztlichen Bereich zunehmend kritisch wird, stuft die Seniorenvertretung die pflegerische Versorgungslage für Lohmar als bedenklich ein.

Das Angebot von Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätzen wird nicht als ausreichend erachtet.

Die FDP Rhein-Sieg und der Ortsverband Lohmar schließen sich der Stellungnahme grundsätzlich an. Insbesondere sieht auch die FDP die Notwendigkeit einer gezielten Ausbildungsoffensive als dringend für unseren Kreis an und hat entsprechende Forderungen auch in ihr Kreiswahlprogramm aufgenommen.

De FDP ist außerdem der Meinung, dass die künftigen Herausforderungen einer immens steigenden Zahl an Menschen mit Pflegebedarf nur dann in den Griff bekommen sind, wenn in den Kommunen gezielt Quartiersentwicklung betrieben wird, dazu gehört auch die Einbindung des ehrenamtlichen Engagements. So wäre es wünschenswert, wenn die aktuellen Corona-Nachbarschaftshilfen für Menschen ausgebaut würden, die zwar Unterstützungsbedarf haben, aber noch in ihrer eigenen Wohnung leben können. Digitale Anwendungen sind so einzubringen, dass sie Menschen einen längeren Verbleib in der eigenen Häuslichkeit ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund hält es die FDP für äüßerst unglücklich, dass der Kreis Netzwerke wie kivi e.V. nicht mehr fördert.

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